Freunde-Test: Machen eigene Fragen das Quiz schwerer?

Freundschaftstest Team |

Wenn du ein Freundschaftsquiz oder einen Freunde-Test erstellst, fragst du dich vielleicht: Wird das Quiz zu schwer, wenn ich die vorgeschlagenen Fragen umschreibe oder eigene dazuschreibe? Unsere Daten zeigen das nicht. In Quiz mit eigenen Fragen lag der Punkteschnitt der Freunde zwischen 6,41 und 6,70 von 10. Das ist etwa so hoch wie in Quiz, die nur die Vorschläge nutzen (6,47). In allen drei Gruppen mit eigenen Fragen gab es die volle Punktzahl häufiger als bei reinen Vorschlägen, am stärksten in der kleinsten Gruppe (6 bis 10 eigene Fragen, nur 115 Ergebnisse). Außerdem bekamen solche Quiz öfter mindestens eine Antwort. Die Zahlen beweisen aber nicht, dass die eigenen Fragen der Grund dafür sind. Dazu weiter unten mehr.

Was bei uns als „eigene Frage“ zählt

Wenn du ein Quiz anlegst, gibst du deinen Namen ein und bekommst 10 vorgeschlagene Fragen über dich. Zu jeder Frage gibt es 4 fertige Antwortmöglichkeiten. Du kannst jede Frage und jede Antwort so lassen oder umschreiben. Bei jeder Frage markierst du die richtige Antwort. Danach bekommst du einen Link, den du zum Beispiel in WhatsApp teilen kannst. Deine Freunde beantworten die 10 Fragen und sehen danach, wie viele von 10 Punkten sie erreicht haben. Auf deiner Seite siehst du die Ergebnisse aller Freunde.

Als „eigene Frage“ zählen wir jede Frage, deren Text vom Vorschlag abweicht. Das kann eine komplett neue Frage sein oder nur eine kleine Änderung, etwa ein anderes Wort. Diesen Unterschied können wir in den Daten nicht erkennen. Wir haben die Quiz nach der Anzahl solcher Fragen in vier Gruppen eingeteilt: keine, 1 oder 2, 3 bis 5 und 6 bis 10.

Die meisten Quiz bleiben bei den Vorschlägen

Von 4.784 Quiz im Auswertungszeitraum hatten 4.212 keine einzige eigene Frage. Das sind 88,0% aller Quiz. Die anderen Gruppen sind deutlich kleiner:

Quiz, in denen die Mehrheit der Fragen vom Vorschlag abweicht, sind also die Ausnahme. Warum das so ist, zeigen die Daten nicht.

Schneiden Freunde schlechter ab?

Die naheliegende Sorge lautet: Bei eigenen Fragen liegen die Freunde öfter daneben. In unseren Daten sieht man davon nichts. Hier der Überblick:

Eigene FragenErgebnisseSchnitt10 von 100 bis 3 Punkte
keine9.0206,479,6%8,9%
1 oder 21.2416,5113,2%10,9%
3 bis 53856,4110,9%9,1%
6 bis 101156,7020,0%7,8%

Die Durchschnittswerte der vier Gruppen liegen nah beieinander, zwischen 6,41 und 6,70 von 10. Auch der Anteil sehr niedriger Ergebnisse mit 0 bis 3 Punkten bewegt sich nur zwischen 7,8% und 10,9%.

Der auffälligste Unterschied betrifft die volle Punktzahl. In Quiz nur mit Vorschlägen endeten 9,6% der Ergebnisse mit 10 von 10. Bei 1 oder 2 eigenen Fragen waren es 13,2%, bei 6 bis 10 eigenen Fragen 20,0%. Die Gruppe mit 3 bis 5 eigenen Fragen liegt mit 10,9% nur knapp über den reinen Vorschlägen und sogar unter der Gruppe mit 1 oder 2. Der Anteil steigt also nicht gleichmäßig mit der Zahl eigener Fragen.

Wichtig ist auch die Größe der Gruppen. Hinter der Gruppe mit den meisten eigenen Fragen stehen nur 115 Ergebnisse aus 39 Quiz. Schon ein paar Freundeskreise mehr oder weniger könnten diese Werte spürbar verschieben. Bei den Quiz nur mit Vorschlägen sind es dagegen 9.020 Ergebnisse aus 2.801 Quiz.

Werden Quiz mit eigenen Fragen seltener beantwortet?

Auch hier zeigt sich eher das Gegenteil. Wir haben gezählt, wie viele Quiz mindestens ein Ergebnis von einem Freund bekommen haben:

Je mehr eigene Fragen ein Quiz hatte, desto häufiger kam mindestens eine Antwort zurück. Eine mögliche Erklärung: Wer sich die Mühe macht, Fragen anzupassen, hat vielleicht von Anfang an fest vor, das Quiz auch wirklich zu verschicken. Ob das stimmt, können die Daten nicht zeigen. Sie zeigen nur, dass Quiz mit eigenen Fragen in unserem Zeitraum nicht seltener beantwortet wurden.

So nutzt du das für deinen eigenen Freunde-Test

Ein festes Rezept lässt sich aus den Zahlen nicht ableiten. Ein paar vernünftige Schlüsse aber schon:

  1. Trau dich an eigene Fragen. Quiz mit eigenen Fragen hatten in unseren Daten keinen nennenswert schlechteren Punkteschnitt (6,41 bis 6,70 gegenüber 6,47). Die Sorge, dass deine Freunde dann nur noch raten, bestätigen die Zahlen nicht.
  2. Fang mit 1 oder 2 Fragen an. Das ist die häufigste Form der Anpassung. Nimm die Vorschläge als Gerüst und ersetze die Fragen, die gar nicht zu dir passen.
  3. Frag nach Dingen, die man mitbekommen kann. Gute eigene Fragen drehen sich um Sachen, über die du redest oder die man an dir sieht: dein Lieblingssnack in der Pause, die Serie, die du gerade schaust, dein liebster Ort in der Stadt. Ein Geheimnis, das niemand kennt, kann auch keiner erraten.
  4. Pass auch die Antworten an. Jede Frage hat 4 Antwortmöglichkeiten. Wenn du eine Frage umschreibst, prüf, ob die richtige Antwort wirklich dabei ist und die anderen zwar glaubwürdig klingen, aber eindeutig falsch sind.
  5. Markier die richtige Antwort sorgfältig. Sonst bekommen deine Freunde keinen Punkt, obwohl sie richtig liegen.
  6. Lies am Ende alles einmal durch. Am besten so, als wärst du selbst die Person, die das Quiz bekommt.

Wenn du jetzt Lust bekommen hast: Erstell hier deinen eigenen Freunde-Test, kostenlos und ohne App. Tipps zum Verschicken findest du in unserem Artikel Freunde-Quiz per WhatsApp teilen. Wie sich die ersten Freunde, die antworten, von späteren unterscheiden, haben wir uns in unserem Beitrag zur Reihenfolge der Antworten angeschaut.

Über diese Zahlen

Ausgewertet haben wir alle Quiz, die im Zeitraum 2026-07-29 bis 2026-11-02 erstellt wurden (Datenbankstand: 2026-11-02 09:04:32 UTC). Das sind 4.784 Quiz und 10.761 Ergebnisse von Freunden. Ein Ergebnis bedeutet: Ein Freund hat ein Quiz beantwortet. Jedes Quiz hat genau 10 Fragen.

Wir haben nur zusammengefasste Zahlen genutzt, keine Namen und keine persönlichen Angaben. Gruppen mit weniger als 10 Quiz zeigen wir nicht. Die Punktwerte stammen je nach Gruppe aus 2.801, 335, 103 und 39 Quiz, die mindestens eine Antwort bekommen haben.

Die Zahlen haben Grenzen. Wir wissen nicht, wer die Freunde sind oder wie gut sie die Person kennen. Wer eigene Fragen schreibt, unterscheidet sich vielleicht von denen, die die Vorschläge übernehmen, und teilt das Quiz womöglich mit anderen Freunden. Die Unterschiede beschreiben also nur, was in den Daten steht. Sie beweisen nicht, dass eigene Fragen zu höheren oder niedrigeren Punktzahlen führen. Außerdem können wir eine kleine Änderung nicht von einer ganz neuen Frage unterscheiden. Und wann innerhalb eines Ergebnisses einzelne Fragen beantwortet wurden, speichern wir nicht.